/
/
/
/
Erstellt am: 2008-01-30, 15:50:52
Modifiziert am: 2008-01-30, 15:50:52
Plattform: MS-DOS
Typ: Virus
Größe: 748
Datum: 1991
Gefährdete Betriebssystem(e): DOS
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/10Past3.A Virus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast 10 past 3
AVG 10_Past_3.748.Dropper
BitDefender A&A.506
e-Trust 10 past 3
F-PROT 10_Past_3.748
F-Secure Virus.DOS.10past3.a
Ikarus Virus.DOS.10past3.A
Kaspersky Virus.DOS.10past3.a
McAfee TenPastThree(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft DOS/10_Past_3.748
NOD32 (ESET) 10Past3.A
Norton Antivirus 10_Past_3.748
Panda V748
Rising Antivirus 10past3
Sophos 10 past 3
Trend Micro 10_PAST_3
VirusBuster 748
 

Infizierung

Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält.

Infizierung der COM-Dateien


Tätigkeiten

Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

Bedingung

zufälligerweise

Tätigkeit

wird folgende Taste-/Tastenkombination-Betätigung: Alt-Ctrl vorgetäuscht

Bedingung

am 1. in jedem Monat

Tätigkeit

wird die Tastatur ausgeschaltet

Bedingung

am 10. in jedem Monat

Tätigkeit

wird der 0Dh HDD Hardware-Abbruch verboten, und damit der Zugriff auf die Festplatte verweigert

Bedingung

am 16. in jedem Monat

Tätigkeit

wird der 10h (BIOS Video Funktion) Abbruch verboten

Bedingung

am 29. in jedem Monat

Tätigkeit

wird der 13h (Disk IO Funktion) Abbruch verboten, und damit der Zugriff auf die Festplatte verweigert

Bedingung

am 22. in jedem Monat

Tätigkeit

wird der Computer neu gestartet

Die Methoden des Infizierens

Der in den Speicher gelangte Virus infiziert dann, wenn ein entsprechendes Zielobjekt in sein Blickfeld kommt. Abhängig von überwachtem Abbruch und dem Code des Virenprogramms können wir Viren unterscheiden, die beim Ablauf der Programmdateien infizieren, andere beim Öffnen oder Schließen, beim Kopieren, Lesen oder Schreiben der Dateiern, eventuell bereits bei der Abfrage des Inhaltsverzeichnisses, und es kommt nicht selten vor, daß wir Kombinationen der oben aufgeführten antreffen.

Der sich in den Speicher auf residente Weise eingefügte Schädling MS-DOS/10Past3.A Virus infiziert jede Programmdatei, auf die man versucht, in einer Weise zuzugreifen.


Memory

Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.

Der Schädling MS-DOS/10Past3.A Virus ist speicherresident.


Sonstiges

Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

Der Programm-Code des Virus MS-DOS/10Past3.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

Hello world !

Die für den Virus typische, auch für die Identifizierug geeignete Codereihe ist am Ende der Datei zu finden.

image