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Erstellt am: 2007-11-27, 19:10:58
Modifiziert am: 2007-11-27, 19:10:58
Plattform: MS-DOS
Typ: Virus
Größe: 1032
Datum: 1992-10-20
Gefährdete Betriebssystem(e): DOS
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/5Lo Virus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast 5 Lo
AVG 5_lo
BitDefender 5lo.1025
e-Trust 5 Lo
F-PROT 5lo.1025
F-Secure Virus.DOS.5lo.1024
Ikarus Virus.DOS.5lo.1024
Kaspersky Virus.DOS.5lo.1024
McAfee Univ/f(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft DOS/5lo.1025
NOD32 (ESET) 5Lo
Norton Antivirus 5Lo
Panda 5Lo.1025
Rising Antivirus 5lo.1024
Sophos 5 Lo
Trend Micro 5LO
VirusBuster 5lo.1025
 

Organisation Bezeichnung
Wildlist 5Lo

Infizierung

Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält. Der Programmcode der Viren nimmt einen meßbaren Platz in den Dateien, Bootsektoren, im MBR bzw. in den Sektoren der Diskette oder Festplatte ein. Diese Größe stimmt mit der tatsächlichen und sichtbaren Größenzunahme nicht immer überein, da auch sonstige Einflüsse mitwirken. So zum Beispiel, wenn der Virus kleinere oder grőßere Programmabschnitte in der Datei mit seinem Code überschreibt, oder wenn er in den ’Lücken’ des virustragenden Programms seinen Code ablegt. Es kann auch vorkommen, daß der Schädling die infizierten Dateien bis zur Segmentgrenze mit irgendwelchem (meist neutralem) Inhalt füllt. In vielen Fällen kann nur den Anzahl der belegten Sektoren statt der tatsächlichen Größe des Virus-Code angegeben werden. Bei Schädlingen, die gleich mehrere Zielobjekte infizieren, kann oft vorkommen, daß die Größe des Virus-Codes in den COM- und EXE-Infizierungen aufgrund der unterschiedlichen Struktur der jeweiligen Dateien anders ist, bzw. die Bootviren und Multitarget-Viren, die auch den MBR und den Bootsektor infizieren, haben eine andere Größe im Bootsektor der Diskette, als im MBR, oder gar in den COM- und/oder EXE-Dateien.

Der Schädling / steigert die Grőße der infizierten Dateien. Diese Größenzunahme kann sich aber bei jeder Infizierung ändern. Der kleinste Wert der Größenzunahme beträgt: 1030 Byte, und der höchste Wert beträgt: 1040 Byte.

Das Ablegen des Virus-Codes in dem virustragenden Programm ist besonders interessant, da bei der Virenentfernung das Reinigungsprogramm genau wissen muß, woher und wie große Details es auszuschneiden hat. Bei Bootviren kann der über 512 Byte (1 Sektor) große Programm-Code nur noch in weiteren Sektoren abgelegt werden, die zu finden ohne konkreten Kenntnis des Virus-Code ist ziemlich schwierig.

Der Virus-Code wird am Ende der infizierten Datei(en) gesetzt, am Anfang des Programms wird nur ein Sprungbefehl geändert, damit beim Start des virustragenden Programms zuerst der Virus-Code ablaufen soll, dann springt er auf den originalen Eintrittspunkt zurück.

Ein erheblicher Teil der Viren kennzeichnet in einer Weise die infizierte Datei. Dadurch wird gezeigt, daß der betreffende Bestand bereits infiziert ist, er braucht diesen nicht noch einmal zu infizieren. Andernfalls führt die wiederholte Infizierung zur unerwünschten Dateivergörßerung und verlangsamt das System.

Der Schädling markiert die bereits erfolgreich infizierten Dateien mit dem, beim 0C Offset abgelegten FFAA Wert, um das mehrfache Infizieren vermeiden zu können.

Ein Teil der Viren wendet schleichende Technik an, d.h. der speicherresidente Virus ist bemüht, um seine Anwesenheit zu tarnen, glaufhaft zu machen, daß das System virenfrei sei. In einfacherem Fall werden die durch die Infizierung verursachten Veränderungen betreffs Größe, Datum usw. Vor den Programmen des Operationssystems und vor den Anwenderprogrammen verborgen, es kann aber auch vorkommen, daß der ganze Programmbereich vor der Infizierung simuliert wird.

Der schädling Virus hat schleichende (stealth) Eigenschaften.


Die Methoden des Infizierens

Der in den Speicher gelangte Virus infiziert dann, wenn ein entsprechendes Zielobjekt in sein Blickfeld kommt. Abhängig von überwachtem Abbruch und dem Code des Virenprogramms können wir Viren unterscheiden, die beim Ablauf der Programmdateien infizieren, andere beim Öffnen oder Schließen, beim Kopieren, Lesen oder Schreiben der Dateiern, eventuell bereits bei der Abfrage des Inhaltsverzeichnisses, und es kommt nicht selten vor, daß wir Kombinationen der oben aufgeführten antreffen. Folgende Funktionen der sich an die Datei und Operationen anfügenden Unterbrechungen benutzt er zur Verbreitung des Virus-Code:
  • Durchführung von Dateien
  • Abschließen von Dateien
Ein Teil der Viren und Programmwürmer hat in senem Code einen speziellen Eintrag, in welchen Verzeichnissen auf der Festplatte des angegriffenen Computers sie infizierbare Dateien zu suchen haben, bzw. in welchem Verzeichnis sie die Programdateien mit dem Code des Schädlingsprogramms in der Hoffnung ablegen können, daß sie zur sicheren und kontinuierlichen Steuerug gelangen.

Der Schädling MS-DOS/5Lo Der Schädling Virus infiziert die Dateien des aktuellen Verzeichnisses.


Memory

Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.

Der Schädling MS-DOS/5Lo Virus ist speicherresident.

Der in den Speicher gelangende Schädling / beeinträchtigt den von DOS aus erreichbaren Speicher. Diese Beeinträchtigung beträgt: 2048 Byte.


Sonstiges

Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

Der Programm-Code des Virus MS-DOS/5Lo enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

92.05.24.5lo.2.23MZ