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Erstellt am: 2007-11-27, 19:59:44
Modifiziert am: 2007-11-27, 19:59:44
Plattform: MS-DOS
Typ: Virus
Größe: 409
Datum: 1993
Gefährdete Betriebssystem(e): DOS
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/Chromoso.406 Virus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Memory Lapse-406
AVG Glitch
BitDefender PS-MPC.0406.AD.Gen
e-Trust Chromo
F-PROT Chromo.406
F-Secure Virus.DOS.MemLapse.406
Ikarus Virus.DOS.MemLapse.406
Kaspersky Virus.DOS.MemLapse.406
McAfee Glitch.406(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft DOS/Chromo.406
NOD32 (ESET) Chromoso.406
Norton Antivirus Chromo
Panda Chromosome Glitch
Rising Antivirus MemLapse.406
Sophos MemoryLapse-406
Trend Micro CHROMOSOME
VirusBuster Chromo.406
 

Infizierung

Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält.

Infizierung der COM-Dateien


Die Methoden des Infizierens

Ein Teil der Viren und Programmwürmer hat in senem Code einen speziellen Eintrag, in welchen Verzeichnissen auf der Festplatte des angegriffenen Computers sie infizierbare Dateien zu suchen haben, bzw. in welchem Verzeichnis sie die Programdateien mit dem Code des Schädlingsprogramms in der Hoffnung ablegen können, daß sie zur sicheren und kontinuierlichen Steuerug gelangen.

Der Schädling MS-DOS/Chromoso.406 Der Schädling Virus infiziert die Dateien des aktuellen Verzeichnisses.

Der Schädling infiziert folgende Dateien 3 , sobald er die Steuerung einmal übernimmt.


Memory

Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.

Der Schädling MS-DOS/Chromoso.406 Virus zeigt kein speicherresidentes Verhalten, und er gibt, nach dem er abgelaufen ist, als auf Parasitenart direkt infektiöser dem virustragenden Programm oder dem Operationsssytem die Steuerung zurück.


Sonstiges

Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

Der Programm-Code des Virus MS-DOS/Chromoso.406 enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

[Chromosome Glitch] v1.0 Copyright (c) 1993 Memory Lapse.
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