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Erstellt am: 2007-11-06, 16:36:38
Modifiziert am: 2007-11-06, 16:36:38
Plattform: Win32
Typ: Wurm
Größe: 47616
Datum: 2002-07-13
Komprimierung: Upx
Sprache: Microsoft Visual C++
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Frethem.O Wurm heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Frethem-Q
AVG I-Worm/Frethem.O
BitDefender Generic.Malware.SM!H@mmoe.9D16AFDB
e-Trust Win32/Frethem.O
F-PROT W32/Frethem.O
F-Secure Email-Worm.Win32.Frethem.o
Ikarus Email-Worm.Win32.Buchon.C
Kaspersky Email-Worm.Win32.Frethem.o
Antivirus Bezeichnung
McAfee W32/Frethem.o@MM(Virus)
Microsoft Win32/Frethem.O@mm
NOD32 (ESET) Win32/Frethem.O
Panda W32/Frethem.O
Rising Antivirus Worm.Mail.Frethem.o
Sophos W32/Frethem-N
Trend Micro WORM_FRETHEM.O
VirusBuster I-Worm.Frethem.O
 

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.
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Das Ungeziefer Win32/Frethem.O Wurm im Windows-Verzeichnis (laut Grundbedeutung: C:\Windows) erzeugt folgende Dateien:

  • notepad.ini
  • taskbar.exe
  • winstat.ini
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Der Schädling Win32/Frethem.O Wurm erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgende Einträge in der systembeschreibenden Datenbasis:

  • [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "Task Bar"="C:\WINDOWS\taskbar.exe"
  • [HKEY_USERS\S-1-5-21-1060284298-1770027372-839522115-1003\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "Task Bar"="C:\WINDOWS\taskbar.exe"
Die durchgehend lauschenden Speicher residenten Viren, Würmer sollen sich zweckmäßig darum kümmern, nur einmal in den Speicher zu gelangen. Zu diesem Zweck erstellen sie einen sog. Mutex, dessen Existenz sie überprüfen, bevor sie in den Speicher gelangen.

Der Wurm Win32/Frethem.O erstellt einen Mutex unter dem Namen: IEXPLORE_MUTEX_AABBCCDDEEFF .


E-Mail Nachrichten

Das vorrangige Ziel der sich durch E-Mails verbreitenden Würmer ist einen anderen Computer zu infizieren. Das wird erreicht indem der Schädling E-Mails erstellt und abschickt. Die erstellten E-Mails enthalten generell den Wurm-Code. Es kann aber auch vorkommen, dass der Code vom Anwender des angegriffenen Computers über den in der Nachricht angegebenen Link selbst herunterlädt. Manche Würmer können E-Mails mit den verschiedensten Parametern generieren und abschicken.

Der Schädling Win32/Frethem.O Wurm generiert zur eigenen Verbreitung E-Mails in folgendem Format: HTML und schickt seinen eigenen Code darin weiter.

Um sich noch mehr verbreiten zu können, sammeln die sich über E-Mails verbreitenden Viren bzw. Würmer E-Mail Adressen in dem angegriffenen Rechner. Diese E-Mail Adressen werden dann verwendet, um den Viren- bzw. Wurm-Code weiterzuschicken. Fallweise werden die gefundenen Adressen auch im Absenderfeld verwendet, um die Herkunft der Nachricht zu verfälschen.

Der Schädling Win32/Frethem.O durchsucht die Dateien mit folgender Erweiterung nach E-Mail Adressen:

  • .dbx
  • .wab
  • .mbx
  • .eml
  • .mdb
  • inbox
  • .dat

Der Schädling Win32/Frethem.O Wurm benutzt für das Abschicken der Nachrichten einen eigenen SMTP-Server.

Der Schädling Wurm benutzt den Registry-Eintrag: [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Internet Account Manager\Accounts] in der Registrierung für die SMTP-Serversuche.

image Der Aufbau der zusammengestellten E-Mail sieht wie folgt aus:

Das Feld Betreff

Mögliches Betreff des Briefes: Re: Your password!


Das Feld Anhang

Mögliche Anlagen der von Wurm geschickten E-Mail sind:

  • decrypt-password.exe
  • password.txt


Sicherheitslücken

Ein, sich über Internet verbreitender Virus/Wurm kann bei Interaktivität des Benutzers die Sicherheitslücke des Betriebssystems, bzw. einer der Anwendungen des angegriffenen Rechners ausnutzen. Dadurch ist er in der Lage, die Steuerung über den angegriffenen Computer zu übernehmen.

Der Schädling Win32/Frethem.O Wurm nutzt folgende Sicherheitslücke: MS01-020 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Ursache des Fehlers ist, dass der Internet Explorer die MIME Kopfzeilen in den E-Mails in HTML-Format falsch handhabt. Falls der Angreifer die den Fehler ausnutzende E-Mail in HTML-Format schickt oder auf einer Webseite speichert, und ein Benutzer die E-Mail öffnet oder die betreffende Adresse anklickt, lässt der Internet Explorer die auszuführende Datei automatisch auf dem Rechner des Benutzers laufen. Im Anschluss kann der Angreifer die Steuerung des Computers vollkommen übernehmen.

Angriff über das Internet

Viele Viren, Würmer sind in der Lage, einen Angriff auf andere Computer über das Internet zu starten und deren Einsatz so unmöglich zu machen.

Das Schädlingsprogramm Wurm versucht, sich mit folgenden Web-Adressen zu verbinden:

  • http://12.220.54.29/b.cgi
  • http://12.224.160.208/b.cgi
  • http://12.225.239.153/b.cgi
  • http://12.239.90.200/b.cgi
  • http://12.249.100.107/b.cgi
  • Vollständige Liste...

Sonstiges

Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

Der Programm-Code des Wurm Win32/Frethem.O enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

thAnks tO AntIvIrUs cOmpAnIEs fOr dEscrIbIng thE IdEA!
nO AnY dEstrUctIvE ActIOns! dOnt wArrY, bE hAppY!