/
/
/
/
Erstellt am: 2007-11-09, 11:57:14
Modifiziert am: 2007-11-09, 11:57:14
Plattform: Win32
Typ: Wurm
Größe: 45056
Datum: 2003-03-17
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
Gefährdete Dateien: exe, scr
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Ganda.A Wurm heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Ganda-B
AVG I-Worm/Ganda
BitDefender Win32.Ganda.A@mm
e-Trust Win32/Ganda.A
F-PROT W32/Ganda.A@mm
F-Secure Email-Worm.Win32.Ganda
Ikarus Email-Worm.Win32.Ganda
Kaspersky Email-Worm.Win32.Ganda
Antivirus Bezeichnung
McAfee W32/Ganda@MM(Virus)
Microsoft Win32/Ganda.A@mm
NOD32 (ESET) Win32/Ganda.A
Panda W32/Ganda.A
Rising Antivirus Worm.Ganda
Sophos W32/Ganda-A
Trend Micro PE_GANDA.A-O
VirusBuster I-Worm.Ganda
 

Organisation Bezeichnung
Wildlist W32/Ganda-mm

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.
image

Das Ungeziefer Win32/Ganda.A Wurm im Windows-Verzeichnis (laut Grundbedeutung: C:\Windows) erzeugt die Datei unter dem Namen: scandisk.exe

Das Ungeziefer Win32/Ganda.A Wurm im Windows-Verzeichnis (laut Grundbedeutung: C:\Windows) erzeugt Datei(en) unter zufällig generiertem Namen, deren Erweiterung lautet: .exe.

image

Der Schädling Win32/Ganda.A Wurm erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgende Einträge in der systembeschreibenden Datenbasis:

  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "ScanDisk"="C:\WINDOWS\SCANDISK.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\SS\Sent]
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\SS\Sent2]
Die durchgehend lauschenden Speicher residenten Viren, Würmer sollen sich zweckmäßig darum kümmern, nur einmal in den Speicher zu gelangen. Zu diesem Zweck erstellen sie einen sog. Mutex, dessen Existenz sie überprüfen, bevor sie in den Speicher gelangen.

Der Wurm Win32/Ganda.A erstellt einen Mutex unter dem Namen: SWEDENSUX .

Die Viren, Würmer sind in der Lage, Prozesse stoppen zu versuchen, die Bestandteile von Anti-Viren-Programmen bzw- Firewalls sind. Auch das hat ein doppeltes Ziel: Zum einen wird erschwert, dass der Anwender von der Infektion in Kenntnis Gesetz wird, zum anderen kann auch das Herauskommen des Hintertür-Komponenten erleichtert werden. Sie können auch vom bestimmten Verkehr zum Internet ablenken, den Zugriff auf bestimmte Web-Seiten verhindern.

Der Schädling Win32/Ganda.A Wurm stoppt die Prozesse, in deren Namen folgende Wortsplitter vorkommen:

Die Makroviren sind in der Lage, fallweise auch mehrere Dateien unterschiedlichen Typs zu infizieren.

Win32/Ganda.A Wurm infects files with the following extensions:

  • exe
  • scr

E-Mail Nachrichten

Das vorrangige Ziel der sich durch E-Mails verbreitenden Würmer ist einen anderen Computer zu infizieren. Das wird erreicht indem der Schädling E-Mails erstellt und abschickt. Die erstellten E-Mails enthalten generell den Wurm-Code. Es kann aber auch vorkommen, dass der Code vom Anwender des angegriffenen Computers über den in der Nachricht angegebenen Link selbst herunterlädt. Manche Würmer können E-Mails mit den verschiedensten Parametern generieren und abschicken.

Der Schädling Win32/Ganda.A Wurm generiert zur eigenen Verbreitung E-Mails in folgendem Format: HTML und schickt seinen eigenen Code darin weiter.

Um sich noch mehr verbreiten zu können, sammeln die sich über E-Mails verbreitenden Viren bzw. Würmer E-Mail Adressen in dem angegriffenen Rechner. Diese E-Mail Adressen werden dann verwendet, um den Viren- bzw. Wurm-Code weiterzuschicken. Fallweise werden die gefundenen Adressen auch im Absenderfeld verwendet, um die Herkunft der Nachricht zu verfälschen.

Der Schädling Win32/Ganda.A durchsucht die Dateien mit folgender Erweiterung nach E-Mail Adressen:

  • .wab
  • .eml
  • .htm
  • .dbx

Der Schädling Win32/Ganda.A Wurm benutzt für das Abschicken der Nachrichten einen eigenen SMTP-Server.

Der Aufbau der zusammengestellten E-Mail sieht wie folgt aus:

Das Feld Betreff

Möglicher Betreff des Briefes:

  • G.W Bush animation
  • Is USA always number one?
  • Spy picsKatt, hund, kanin
  • Screensaver advice
  • Korkad president
  • Vollständige Liste...

Das Feld Anhang

Der durch den Wurm verschickte E-Mail hat die Erweiterung: .scr .



Sicherheitslücken

Ein, sich über Internet verbreitender Virus/Wurm kann bei Interaktivität des Benutzers die Sicherheitslücke des Betriebssystems, bzw. einer der Anwendungen des angegriffenen Rechners ausnutzen. Dadurch ist er in der Lage, die Steuerung über den angegriffenen Computer zu übernehmen.

Der Schädling Win32/Ganda.A Wurm nutzt folgende Sicherheitslücke: MS01-020 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Ursache des Fehlers ist, dass der Internet Explorer die MIME Kopfzeilen in den E-Mails in HTML-Format falsch handhabt. Falls der Angreifer die den Fehler ausnutzende E-Mail in HTML-Format schickt oder auf einer Webseite speichert, und ein Benutzer die E-Mail öffnet oder die betreffende Adresse anklickt, lässt der Internet Explorer die auszuführende Datei automatisch auf dem Rechner des Benutzers laufen. Im Anschluss kann der Angreifer die Steuerung des Computers vollkommen übernehmen.

Tätigkeiten

Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

Bedingung

bei der Funktion

Tätigkeit

Meldefenster werden angezeigt image image image image

Sonstiges

Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

Der Programm-Code des Wurm Win32/Ganda.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

[WORM.SWEDENSUX] Coded by Uncle Roger in Hornsand, Sweden, 03.03.
I am being discriminated by the swedish schoolsystem.
This is a response to eight long years of discrimination
I support animal-liberators worldwide