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Erstellt am: 2007-11-27, 20:34:56
Modifiziert am: 2007-11-27, 20:34:56
Plattform: MS-DOS
Typ: Virus
Größe: 11000
Datum: 1989-12
Gefährdete Betriebssystem(e): DOS
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/Hll.Joker.A Virus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast HLLo-Joker-11000
AVG Joker
BitDefender Joker.11000.A
e-Trust Joker
F-PROT Joker.11000.A
F-Secure Virus.DOS.HLLO.Joker.a
Ikarus Hllo.Joker.A
Kaspersky Virus.DOS.HLLO.Joker.a
McAfee HLL.ow.Joker.11000(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft DOS/Joker.11000
NOD32 (ESET) Hll.Joker.A
Norton Antivirus Joker
Panda Joker
Rising Antivirus JOKER
Sophos Joker
Trend Micro JOKER.A
VirusBuster Joker.11000.B
 

Infizierung

Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält.

Infizierung der EXE-Dateien


Tätigkeiten

Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

Bedingung

bei jedem Aktivieren

Tätigkeit

wird der Schädling Virus je eine von folgenden zufällig ausgewählten, sich in dem Code von Virus befindenden Nachrichten anzeigen lassen:

  • File cannot be copied onto itself
  • Compare OK
  • Invalid Volume ID Format failure
  • Incorrect DOS version
  • Please put a new disk into drive A:
  • Vollständige Liste...

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Bedingung

sofern neben den infizierbaren EXE-Dateien auch DBF-Dateien gefunden werden

Tätigkeit

werden die DBF-Dateien überschrieben

Die Methoden des Infizierens

Ein Teil der Viren und Programmwürmer hat in senem Code einen speziellen Eintrag, in welchen Verzeichnissen auf der Festplatte des angegriffenen Computers sie infizierbare Dateien zu suchen haben, bzw. in welchem Verzeichnis sie die Programdateien mit dem Code des Schädlingsprogramms in der Hoffnung ablegen können, daß sie zur sicheren und kontinuierlichen Steuerug gelangen.

Der Schädling MS-DOS/Hll.Joker.A Der Schädling Virus infiziert die Dateien des aktuellen Verzeichnisses.

Auf folgenden Laufwerken, beziehungsweise in folgenden Verzeichnissen sucht er auch nach infizierbaren Dateien:

  • c:\
  • a:\

Memory

Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.

Der Schädling MS-DOS/Hll.Joker.A Virus zeigt kein speicherresidentes Verhalten, und er gibt, nach dem er abgelaufen ist, als auf Parasitenart direkt infektiöser dem virustragenden Programm oder dem Operationsssytem die Steuerung zurück.


Sonstiges

Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

Der Programm-Code des Virus MS-DOS/Hll.Joker.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

West Lake Software and Data Research, WA 0108077, New Orleans, (c) 1986
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