Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.
Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/Hll.Joker.A Virus
heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:
Antivirus
Bezeichnung
Avast
HLLo-Joker-11000
AVG
Joker
BitDefender
Joker.11000.A
e-Trust
Joker
F-PROT
Joker.11000.A
F-Secure
Virus.DOS.HLLO.Joker.a
Ikarus
Hllo.Joker.A
Kaspersky
Virus.DOS.HLLO.Joker.a
McAfee
HLL.ow.Joker.11000(Virus)
Antivirus
Bezeichnung
Microsoft
DOS/Joker.11000
NOD32 (ESET)
Hll.Joker.A
Norton Antivirus
Joker
Panda
Joker
Rising Antivirus
JOKER
Sophos
Joker
Trend Micro
JOKER.A
VirusBuster
Joker.11000.B
Infizierung
Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält.
Das Ablegen des Virus-Codes in dem virustragenden Programm ist besonders interessant, da bei der Virenentfernung das Reinigungsprogramm genau wissen muß, woher und wie große Details es auszuschneiden hat. Bei Bootviren kann der über 512 Byte (1 Sektor) große Programm-Code nur noch in weiteren Sektoren abgelegt werden, die zu finden ohne konkreten Kenntnis des Virus-Code ist ziemlich schwierig.
Der Virus-Code wird am Anfang der infizierten Datei gesetzt, den originalen Programm-Code überschreibend. Von dem überschriebenen Bereich wird keine Kopie erstellt, so kann der Originalzustand nicht zurückgesetzt werden.
Tätigkeiten
Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.
Bedingung
bei jedem Aktivieren
Tätigkeit
wird der Schädling Virus
je eine von folgenden zufällig ausgewählten, sich in dem Code von Virus
befindenden Nachrichten anzeigen lassen:
sofern neben den infizierbaren EXE-Dateien auch DBF-Dateien gefunden werden
Tätigkeit
werden die DBF-Dateien überschrieben
Die Methoden des Infizierens
Ein Teil der Viren und Programmwürmer hat in senem Code einen speziellen Eintrag, in welchen Verzeichnissen auf der Festplatte des angegriffenen Computers sie infizierbare Dateien zu suchen haben, bzw. in welchem Verzeichnis sie die Programdateien mit dem Code des Schädlingsprogramms in der Hoffnung ablegen können, daß sie zur sicheren und kontinuierlichen Steuerug gelangen.
Der Schädling MS-DOS/Hll.Joker.A Der Schädling Virus
infiziert die Dateien des aktuellen Verzeichnisses.
Auf folgenden Laufwerken, beziehungsweise in folgenden Verzeichnissen sucht er auch nach infizierbaren Dateien:
c:\
a:\
c:\
a:\
Memory
Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.
Der Schädling MS-DOS/Hll.Joker.A Virus
zeigt kein speicherresidentes Verhalten, und er gibt, nach dem er abgelaufen ist, als auf Parasitenart direkt infektiöser dem virustragenden Programm oder dem Operationsssytem die Steuerung zurück.
Sonstiges
Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden.
In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.
Der Programm-Code des Virus
MS-DOS/Hll.Joker.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:
West Lake Software and Data Research, WA 0108077, New Orleans, (c) 1986