/
/
/
/
Erstellt am: 2007-11-09, 12:02:52
Modifiziert am: 2007-11-09, 12:02:52
Plattform: W97M
Typ: Makrovirus
Größe: 32675
Datum: 1999-04-20
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows ME, Windows NT, Windows 2000, Windows XP, Windows 2003, Windows Vista, OS/2
Ungefährdete Betriebssystem(e): DOS, Unix, Linux, Solaris, Macintosh, Mac OS X, Windows 3.xx, BeOS
Gefährdete Dateien: DOC
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms W97M/IIS.I Makrovirus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast MW97:IIS
AVG W97M/IIS
BitDefender W97M.IIS.I
e-Trust W97M/IIS.I
F-PROT W97M/IIS.I
F-Secure W97M/IIS.I
Ikarus Virus.MSWord.IIS.I
Kaspersky Virus.MSWord.IIS.i
McAfee VBA/Generic.src(Virus)
W97M/IIS.i(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft W97M/IIS.I
NOD32 (ESET) W97M/IIS.I
Norton Antivirus W97M.IIS.I
Panda W97M/IIS.I
Rising Antivirus Macro.Word97.IIS.i
Sophos WM97/Flitnic
Trend Micro W97M_FLITNIC
VirusBuster WORD.97.IIS.I
 

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.
image

Das Ungeziefer W97M/IIS.I Makrovirus im Hauptverzeichnis auf der (den) Festplatte(n) erzeugt die Datei unter dem Namen: c:\killer.exe


Makrobehandlung

Die Makroviren haben das Ziel, durch ihre Verbreitung ein anderes Dokument zu infizieren. Alle Datenbestände, die über die Daten hinaus für die den Datenbestand zu interpretierfähige Anwendung durchführbare Programme enthalten, können mit Hilfe von Makroviren infiziert werden. Das gilt natürlich nur, wenn das durchzuführende Befehlsset für die Anwendung dies ermöglicht. Um sich zu verbreiten, erstellen die Makroviren Makros in den infizierten Dokumenten. Der Code welcher zum Verbreiten benötigt wird, wird hier platziert, und wird später von dem Anwendung (e.g. Microsoft Excel, Word) interpretiert, und durchgeführt.

Das durch den Schädling W97M/IIS.I Makrovirus infizierte Dokument enthält folgende Virenmakros:

  • AutoExec
  • Document_Open
  • Tatung

Die infizierte Schablonendatei enthält folgende Virenmakros:

  • AutoExec
  • Document_Open
  • Tatung
Bemerkung: Ob eine Datei ein Dokument, bzw. eine Schablone ist, entscheidet NICHT die Erweiterung der Datei. Jede Schablone und jedes Dokument verfügt über einen Bitwert (das ist ein einziges Bit in der Datei), auf dessen Grundlage die Anwendung entscheidet, ob es um ein Dokument oder eine Schablone geht. Die Makro-Víren können sich innerhalb des Dokumentes, bzw. der Schablone in zahlreichen unterschiedlichen Bereichen befinden. Ein grundlegendes Ziel des Virenherstellers ist, den Viren-Code so gut wie möglich zu verstecken.

Das Infizieren des Schädlingsprogramms W97M/IIS.I Makrovirus ist vom Typ 'class', der Viren-Code ist in dem ThisDocument-Modul zu finden.

Die Makro-Viren haben dafür zu sorgen, dass der infizierte Makro-Code gestartet wird. Dafür bieten die die Makroviren bedienenden Anwendungen zahlreiche Möglichkeiten.

Mit Hilfe des AutoExec Automakros erreicht der Makrovirus, dass der Virus-Code automatisch, ohne Benutzereingriff ablaufen und die Steuerung des Rechners übernehmen kann.

Das Document_Open Makro übernimmt den Platz des Original-Menümakro und gibt ein Steuersignal zum Starten von W97M/IIS.I Makrovirus .

Um besser versteckt bleiben zu können, setzen die Makroviren oft auch schleichende Techniken ein und erschweren dadurch ihre eigene Entdeckung.

Der Schädling W97M/IIS.I Makrovirus versucht, das Antiviren-Programm zu deaktivieren oder zu beschädigen.

Der Makrovirus deaktiviert folgende Programmfunktion: Visual Basic Editor um seine Identifizierung und das Löschen zu erschweren.

Der Schädling W97M/IIS.I Makrovirus schaltet folgende Anwendungen aus: das Promt-Signal zur Änderung des normal.dot .

Der W97M/IIS.I Makrovirus infiziert auch die Unterverzeichnisse des infizierten Verzeichnisses.

Der Schädling W97M/IIS.I Makrovirus infiziert die Dateien des Hauptverzeichnisses vom Rechner.

Die Makroviren sind in der Lage, fallweise auch mehrere Dateien unterschiedlichen Typs zu infizieren.

W97M/IIS.I Makrovirus infects files with the DOC extension.

Die als c:\temp.dat benannte Datei wird von W97M/IIS.I Makrovirus erstellt, dann wird der Viren-Code hinein exportiert, um ihn von dort aus zu importieren.


Tätigkeiten

Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

Bedingung

bei der Funktion

Tätigkeit

Meldefenster werden angezeigt image

Bedingung

    ein Counter wird zum Nachverfolgen vom eigenen Start genutzt, abhängig von dem Wert des Counters

Tätigkeit

  • der Virus Win95/CIH wird auf dem Computer installiert

  • die Datei mit der Erweiterung c:\killer.exe werden kopiert

  • folgende Temporary-dateien werden erzeugt:

    • c:\temp.dat
    • c:\fuckit.txt
    • c:\moody.dat

image image image image image