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Erstellt am: 2008-07-03, 11:42:26
Modifiziert am: 2008-07-03, 11:42:26
Plattform: MS-DOS
Typ: Virus
Größe: 1808
Datum: 1990
Gefährdete Betriebssystem(e): DOS
 

Die Größenänderung ist deshalb unterschiedlich, weil die infizierten EXE-Dateien bis zur Segmentgrenze aufgefüllt werden.


Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/Jerusalem.A204.A Virus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Jerusalem
AVG Jerusalem.1808.A-204
Avira Jerusalem-USA
BitDefender Jerusalem.1808.AT
e-Trust Jerusalem
F-PROT Jerusalem.1808.CE
Fortinet Jerusalem.1808
F-Secure Virus.DOS.Jerusalem.b
Ikarus Virus.DOS.Jerusalem.1808.B
Kaspersky Virus.DOS.Jerusalem.b
Antivirus Bezeichnung
McAfee Jerusalem.cn(Virus)
NOD32 (ESET) Jerusalem.A204.A
Microsoft DOS/A204_1808.A
Norton Antivirus Jeru.1808
Panda Jerusalem B Family
Rising Antivirus Jerusalem.1808
Sophos Jerusalem
Trend Micro JERUSALEM
VirusBuster Jerusalem.1808.DO
 
  • Weitere Bezeichnungen: Jerusalem, , Friday 13th, , Israeli, , PLO,

  • Infizierung

    Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält.

    Infizierung der COM-Dateien

    Infizierung der EXE-Dateien


    Tätigkeiten

    Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

    Bedingung

    30 Minuten nach dem Start des infizierten Programms

    Tätigkeit

    • wird die Funktion vom Computer verlangsamt
    • wird ein schwarzes Fenster in der Bildschirmecke links unten angezeigt

    Bedingung

    wenn Freitag der 13. ist

    Tätigkeit

    • werden die abgelaufenen Programme gelöscht
    • werden die hier angegenen Meldungen angezeigt:
      File not found

    Die Methoden des Infizierens

    Der in den Speicher gelangte Virus infiziert dann, wenn ein entsprechendes Zielobjekt in sein Blickfeld kommt. Abhängig von überwachtem Abbruch und dem Code des Virenprogramms können wir Viren unterscheiden, die beim Ablauf der Programmdateien infizieren, andere beim Öffnen oder Schließen, beim Kopieren, Lesen oder Schreiben der Dateiern, eventuell bereits bei der Abfrage des Inhaltsverzeichnisses, und es kommt nicht selten vor, daß wir Kombinationen der oben aufgeführten antreffen.

    Der sich in den Speicher auf residente Weise eingefügte Schädling MS-DOS/Jerusalem.A204.A Virus infiziert jede Programmdatei, auf die man versucht, in einer Weise zuzugreifen.


    Memory

    Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.

    Der Schädling MS-DOS/Jerusalem.A204.A Virus ist speicherresident.


    Sonstiges

    Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

    Der Programm-Code des Virus MS-DOS/Jerusalem.A204.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

    COMMAND.COM