Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.
Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/Jerusalem.Sunday.A Virus
heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:
Antivirus
Bezeichnung
Avast
Jerusalem-Sunday-1631
AVG
Jerusalem.Sunday.A
BitDefender
Jerusalem.1631.G
e-Trust
Sunday
F-PROT
Jerusalem.1631.A
Fortinet
Jerusalem.1646.A
F-Secure
Virus.DOS.Jerusalem.Sunday.a
Ikarus
Virus.DOS.Jerusalem.Sunday
Kaspersky
Virus.DOS.Jerusalem.Sunday.a
Antivirus
Bezeichnung
McAfee
Jeru.Sunday.dr(Virus)
NOD32 (ESET)
Jerusalem.Sunday.A
Microsoft
DOS/Jerusalem_Sunday.A
Norton Antivirus
Jeru.Sunday
Panda
Jerusalem.1631.M
Rising Antivirus
DOSCOM.Virus.Jerusalem.sunday.a Ignored
Sophos
Jerusalem
Trend Micro
SUNDAY-1.C
VirusBuster
Jerusalem.1631.H
Weitere Bezeichnungen:
SundayB,
Infizierung
Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält.
Es kann vorkommen, daß der COM infizierende Virus ausgesprochen auf die Infizierung von COMMAND.COM absieht, bzw. im Gegenteil, er meidet die im Vordergrund stehende, daher durch rasches Auffliegen drohende COMMAND.COM Infizierung.
Der Schädling MS-DOS/Jerusalem.Sunday.A Virus
meidet die Infizierung von COMMAND.COM Dateien.
Das Ablegen des Virus-Codes in dem virustragenden Programm ist besonders interessant, da bei der Virenentfernung das Reinigungsprogramm genau wissen muß, woher und wie große Details es auszuschneiden hat. Bei Bootviren kann der über 512 Byte (1 Sektor) große Programm-Code nur noch in weiteren Sektoren abgelegt werden, die zu finden ohne konkreten Kenntnis des Virus-Code ist ziemlich schwierig.
Bei der Infizierung von COM Dateien legt der Schädling Virus
seinen Programm-Code am Anfang der infizierten Datei ab.
Tätigkeiten
Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.
Bedingung
ab 1989 sonntags
Tätigkeit
Nachricht wird angezeigt
werden die hier angegenen Meldungen angezeigt:
Today is SunDay! Why do you work so hard?
All work and no play make you a dull boy!
Come on ! Let's go out and have some fun!
folgender Ton wird auf dem Computer wiederholt:
Die Methoden des Infizierens
Der in den Speicher gelangte Virus infiziert dann, wenn ein entsprechendes Zielobjekt in sein Blickfeld kommt. Abhängig von überwachtem Abbruch und dem Code des Virenprogramms können wir Viren unterscheiden, die beim Ablauf der Programmdateien infizieren, andere beim Öffnen oder Schließen, beim Kopieren, Lesen oder Schreiben der Dateiern, eventuell bereits bei der Abfrage des Inhaltsverzeichnisses, und es kommt nicht selten vor, daß wir Kombinationen der oben aufgeführten antreffen.
Folgende Funktionen der sich an die Datei und Operationen anfügenden Unterbrechungen benutzt er zur Verbreitung des Virus-Code:
Durchführung von Dateien
Laden von Dateien
Öffnen von Dateien
Memory
Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.
Der Schädling MS-DOS/Jerusalem.Sunday.A Virus
ist speicherresident.
Sonstiges
Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden.
In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.
Der Programm-Code des Virus
MS-DOS/Jerusalem.Sunday.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte: