/
/
/
/
Erstellt am: 2008-07-03, 11:43:18
Modifiziert am: 2008-07-03, 11:43:18
Plattform: MS-DOS
Typ: Virus
Größe: 1631
Datum: 1989-11
Gefährdete Betriebssystem(e): DOS 3.00+
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/Jerusalem.Sunday.A Virus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Jerusalem-Sunday-1631
AVG Jerusalem.Sunday.A
BitDefender Jerusalem.1631.G
e-Trust Sunday
F-PROT Jerusalem.1631.A
Fortinet Jerusalem.1646.A
F-Secure Virus.DOS.Jerusalem.Sunday.a
Ikarus Virus.DOS.Jerusalem.Sunday
Kaspersky Virus.DOS.Jerusalem.Sunday.a
Antivirus Bezeichnung
McAfee Jeru.Sunday.dr(Virus)
NOD32 (ESET) Jerusalem.Sunday.A
Microsoft DOS/Jerusalem_Sunday.A
Norton Antivirus Jeru.Sunday
Panda Jerusalem.1631.M
Rising Antivirus DOSCOM.Virus.Jerusalem.sunday.a Ignored
Sophos Jerusalem
Trend Micro SUNDAY-1.C
VirusBuster Jerusalem.1631.H
 
  • Weitere Bezeichnungen: SundayB,

  • Infizierung

    Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält.

    Infizierung der COM-Dateien


    Tätigkeiten

    Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

    Bedingung

    ab 1989 sonntags

    Tätigkeit

    • Nachricht wird angezeigt image image
    • werden die hier angegenen Meldungen angezeigt:
      Today is SunDay! Why do you work so hard?
      All work and no play make you a dull boy!
      Come on ! Let's go out and have some fun!
      image
    • folgender Ton wird auf dem Computer wiederholt: sound

    Die Methoden des Infizierens

    Der in den Speicher gelangte Virus infiziert dann, wenn ein entsprechendes Zielobjekt in sein Blickfeld kommt. Abhängig von überwachtem Abbruch und dem Code des Virenprogramms können wir Viren unterscheiden, die beim Ablauf der Programmdateien infizieren, andere beim Öffnen oder Schließen, beim Kopieren, Lesen oder Schreiben der Dateiern, eventuell bereits bei der Abfrage des Inhaltsverzeichnisses, und es kommt nicht selten vor, daß wir Kombinationen der oben aufgeführten antreffen. Folgende Funktionen der sich an die Datei und Operationen anfügenden Unterbrechungen benutzt er zur Verbreitung des Virus-Code:
    • Durchführung von Dateien
    • Laden von Dateien
    • Öffnen von Dateien

    Memory

    Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.

    Der Schädling MS-DOS/Jerusalem.Sunday.A Virus ist speicherresident.


    Sonstiges

    Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

    Der Programm-Code des Virus MS-DOS/Jerusalem.Sunday.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

    COMMAND.COM