Der Schädling hat sich in einer ZIP-Datei unter der Bezeichnung "CANCER01.ZIP" im Internet verbreitet. Innerhalb der gezippten Archivdateien hielt er sich unter folgenden Bezeichnungen verborgen: BezeichnungenDie verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können. Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/Major.1644.A Virus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:
InfizierungWichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält. Der Programmcode der Viren nimmt einen meßbaren Platz in den Dateien, Bootsektoren, im MBR bzw. in den Sektoren der Diskette oder Festplatte ein. Diese Größe stimmt mit der tatsächlichen und sichtbaren Größenzunahme nicht immer überein, da auch sonstige Einflüsse mitwirken. So zum Beispiel, wenn der Virus kleinere oder grőßere Programmabschnitte in der Datei mit seinem Code überschreibt, oder wenn er in den Lücken des virustragenden Programms seinen Code ablegt. Es kann auch vorkommen, daß der Schädling die infizierten Dateien bis zur Segmentgrenze mit irgendwelchem (meist neutralem) Inhalt füllt. In vielen Fällen kann nur den Anzahl der belegten Sektoren statt der tatsächlichen Größe des Virus-Code angegeben werden. Bei Schädlingen, die gleich mehrere Zielobjekte infizieren, kann oft vorkommen, daß die Größe des Virus-Codes in den COM- und EXE-Infizierungen aufgrund der unterschiedlichen Struktur der jeweiligen Dateien anders ist, bzw. die Bootviren und Multitarget-Viren, die auch den MBR und den Bootsektor infizieren, haben eine andere Größe im Bootsektor der Diskette, als im MBR, oder gar in den COM- und/oder EXE-Dateien.Der Schädling MS-DOS/Major.1644.A Virus hat nicht einen gleich großen Code wie die Dateizunahme ist, der Virus füllt die zu infizierende Datei vor der Infizierung bis zur folgenden Segmentgrenze auf. Das Ablegen des Virus-Codes in dem virustragenden Programm ist besonders interessant, da bei der Virenentfernung das Reinigungsprogramm genau wissen muß, woher und wie große Details es auszuschneiden hat. Bei Bootviren kann der über 512 Byte (1 Sektor) große Programm-Code nur noch in weiteren Sektoren abgelegt werden, die zu finden ohne konkreten Kenntnis des Virus-Code ist ziemlich schwierig.Der Virus-Code wird am Ende der infizierten Datei(en) gesetzt, am Anfang des Programms wird nur ein Sprungbefehl geändert, damit beim Start des virustragenden Programms zuerst der Virus-Code ablaufen soll, dann springt er auf den originalen Eintrittspunkt zurück.
Die Virusverfasser bemühten sich von Anfang an um das Verbergen ihrer Programme. In diesem Interesse verschlüsseln sie das Virusprogramm, bzw. es wird mit einer Dienstleistung versehen, wodurch sich der Code von Infizierung zur Infizierung ändert. Auch das Maß ist variabel, und der Stufe der Mehrgestaltung entsprechend können wir polimorf, oligomorf und metamorf Schädlinge unterscheiden. Typisch für die Codierung in den oligomorf, bzw. polimorf Schädlingen (und für den Schädling) ist auch das indegrierte decdierende Verfahren (dekriptor), das in den meisten Fällen von den weiteren Teilen des Virus-Codes gut abgesondert werden kann.
Der Schädling MS-DOS/Major.1644.A Virus hat polimorf Eigenschaften, d.h. er ändert seinen Code von Infizierung zur Infizierung, um zu erschweren, oder ga unmöglich zu machen, daß die infizierenden Virusexemplare mit Hilfe von Identifizierungs Bytefolge(n) entdeckt und/oder eindeutig identifiziert werden. Der Programm-Code des Schädlings Virus ist verschlüsselt. Ein Teil der Viren wendet schleichende Technik an, d.h. der speicherresidente Virus ist bemüht, um seine Anwesenheit zu tarnen, glaufhaft zu machen, daß das System virenfrei sei. In einfacherem Fall werden die durch die Infizierung verursachten Veränderungen betreffs Größe, Datum usw. Vor den Programmen des Operationssystems und vor den Anwenderprogrammen verborgen, es kann aber auch vorkommen, daß der ganze Programmbereich vor der Infizierung simuliert wird.Der schädling Virus hat schleichende (stealth) Eigenschaften. Die Methoden des InfizierensDer in den Speicher gelangte Virus infiziert dann, wenn ein entsprechendes Zielobjekt in sein Blickfeld kommt. Abhängig von überwachtem Abbruch und dem Code des Virenprogramms können wir Viren unterscheiden, die beim Ablauf der Programmdateien infizieren, andere beim Öffnen oder Schließen, beim Kopieren, Lesen oder Schreiben der Dateiern, eventuell bereits bei der Abfrage des Inhaltsverzeichnisses, und es kommt nicht selten vor, daß wir Kombinationen der oben aufgeführten antreffen.Der sich in den Speicher auf residente Weise eingefügte Schädling MS-DOS/Major.1644.A Virus infiziert jede Programmdatei, auf die man versucht, in einer Weise zuzugreifen. MemoryDer größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.Der Schädling MS-DOS/Major.1644.A Virus ist speicherresident. SonstigesDie Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.Der Programm-Code des Virus MS-DOS/Major.1644.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte: The Major BBS Virus_created by Major tomTugger |