/
/
/
/
Erstellt am: 2007-11-09, 13:02:06
Modifiziert am: 2007-11-09, 13:02:06
Plattform: Win32
Typ: Wurm
Größe: 54272
Datum: 2004-12-06
Komprimierung: FSG
Sprache: Microsoft Visual C++
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Maslan.A Wurm heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Maslan
Win32:Maslan-F
AVG Worm/Generic.BHM
BitDefender Win32.Maslan.A@mm
e-Trust Win32/Maslan.A
F-PROT W32/Maslan.A
F-Secure Net-Worm.Win32.Maslan.a
Ikarus Net-Worm.Win32.Maslan.A
Kaspersky Net-Worm.Win32.Maslan.a
Antivirus Bezeichnung
McAfee W32/Maslan.a@MM(Virus)
Microsoft Win32/Maslan.A@mm
NOD32 (ESET) Win32/Maslan.A
Norton Antivirus W32.Maslan.A@mm
Panda W32/Maslan.A.worm
Rising Antivirus Worm.Maslan.i
Sophos W32/Maslan-A
Trend Micro WORM_MASLAN.GEN
VirusBuster I-Worm.Maslan.A
 

Organisation Bezeichnung
Wildlist W32/Maslan.A-mm

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.

Das Ungeziefer Win32/Maslan.A Wurm im Verzeichnis vom Windows System32 (laut Grundbedeutung: C:\Windows\System32) erzeugt folgende Dateien:

Das Ungeziefer Win32/Maslan.A Wurm im Hauptverzeichnis auf der (den) Festplatte(n) erzeugt die Datei unter dem Namen: ___b\

Der Schädling Win32/Maslan.A Wurm erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgende Einträge in der systembeschreibenden Datenbasis:

  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "Microsoft Windows DHCP"="C:\WINDOWS\System32\___r.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "Microsoft Synchronization Manager"="___synmgr.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunServices] "Microsoft Synchronization Manager"="___synmgr.exe"
Die Viren, Würmer sind in der Lage, Prozesse stoppen zu versuchen, die Bestandteile von Anti-Viren-Programmen bzw- Firewalls sind. Auch das hat ein doppeltes Ziel: Zum einen wird erschwert, dass der Anwender von der Infektion in Kenntnis Gesetz wird, zum anderen kann auch das Herauskommen des Hintertür-Komponenten erleichtert werden. Sie können auch vom bestimmten Verkehr zum Internet ablenken, den Zugriff auf bestimmte Web-Seiten verhindern.

Der Schädling Win32/Maslan.A Wurm stoppt folgende Prozesse:

Um sich im lokalen Netzwerk leichter zu verbreiten, sind die Viren und Würmer in der Lage, Dateien bzw. Verzeichnisse im Netz freizugeben und evtl. auf dem infizierten Rechner FTP Server-Dienstleistung zu starten. Selbstverständlich gehen die Schädlinge so vor, um den am anderen Computer sitzenden, neugierigen Anwender durch die Freigabe ebenfalls zu infiziert.

Der Schädling Win32/Maslan.A Wurm nutzt folgende Dateien als geteilte Datei:

  • download
  • distr
  • setup
  • share

Der Schädling Wurm hängt folgende Erweiterungen an die geteilten Dateien:

  • .exe
  • .pif
  • .rar
  • .zip

E-Mail Nachrichten

Das vorrangige Ziel der sich durch E-Mails verbreitenden Würmer ist einen anderen Computer zu infizieren. Das wird erreicht indem der Schädling E-Mails erstellt und abschickt. Die erstellten E-Mails enthalten generell den Wurm-Code. Es kann aber auch vorkommen, dass der Code vom Anwender des angegriffenen Computers über den in der Nachricht angegebenen Link selbst herunterlädt. Manche Würmer können E-Mails mit den verschiedensten Parametern generieren und abschicken.

Der Schädling Win32/Maslan.A Wurm generiert zur eigenen Verbreitung E-Mails und schickt seinen eigenen Code darin weiter.

Um sich noch mehr verbreiten zu können, sammeln die sich über E-Mails verbreitenden Viren bzw. Würmer E-Mail Adressen in dem angegriffenen Rechner. Diese E-Mail Adressen werden dann verwendet, um den Viren- bzw. Wurm-Code weiterzuschicken. Fallweise werden die gefundenen Adressen auch im Absenderfeld verwendet, um die Herkunft der Nachricht zu verfälschen.

Der Schädling Win32/Maslan.A durchsucht die Dateien mit folgender Erweiterung nach E-Mail Adressen:

Der Aufbau der zusammengestellten E-Mail sieht wie folgt aus:

Das Feld Absender

Der Absender wird vom angegriffenen Rechner aufgegriffen, bzw. wurde von früher angegriffenen Rechnern entnommen.


Das Feld Betreff

Möglicher Betreff des Briefes:


Das Feld Anhang

Die mögliche Anlage der von Wurm geschickten E-Mail Nachricht ist: PlayGirls2.exe .



Sicherheitslücken

Ein, sich über Internet verbreitender Virus/Wurm kann bei Interaktivität des Benutzers die Sicherheitslücke des Betriebssystems, bzw. einer der Anwendungen des angegriffenen Rechners ausnutzen. Dadurch ist er in der Lage, die Steuerung über den angegriffenen Computer zu übernehmen.

Der Schädling Win32/Maslan.A Wurm nutzt folgende Sicherheitslücke: MS03-026 , bzw. mit dem Zeichen: MS03-039 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Die Verletzbarkeit betrifft den DCOM Teil der RPCSS Dienstleistung. Das RPC (ferner Verfahrenabruf) ist eines der durch die Windows Systeme benutzten wichtigsten Protokolle. Falls der Angreifer diese Verletzbarkeit ausnutzt, kann er in der Lage sein, listige Code laufen zu lassen, bzw. er kann zum Angriff der Dienstleistungsverweigerung fähig sein.

Angriff über das Internet

Viele Viren, Würmer sind in der Lage, einen Angriff auf andere Computer über das Internet zu starten und deren Einsatz so unmöglich zu machen.

Der Schädling Win32/Maslan.A Wurm greift folgende Web-Adressen an:

Der Schädling Wurm führt folgende "flood" Angriffe durch:

  • syn flood

Backdoor

Viren und Würmer öffnen immer häufiger eine Hintertür, einen so genannten Backdoor, auf dem infizierten Rechner. Dadurch können sie voll und ganz die Kontrolle über den Computer übernehmen. So kann der Angreifer auf dem Computer machen was er will: Er kann Anwendungen laufen lassen, Anwendungen stoppen, Dateien herunterladen, Passwörter und Zugriffscode entfernen od. ändern.

Der Schädling Win32/Maslan.A Wurm öffnet einen Backdoor an der TCP-Schnittstelle (Port): 135 .

Der Schädling Wurm sammelt Passwörter im Computer.

Der Schädling Wurm kontrolliert die Internet Explorer Applikation.

Wenn einer der folgenden Strings gefunden wird, sendet der Backdoor eine Nachricht an den angreifenden Computer:
  • evocash
  • e-bullion
  • e-gold
  • mail
  • bank
  • traid
  • paypall

Der Schädling Wurm beobachtet die Anwendung: Internet Explorer .

Wenn sie mindestens eins der folgenden Wörtern finden:
  • evocash
  • e-bullion
  • e-gold
  • mail
  • bank
  • traid
  • paypall
wird eine Notiz angefertigt und an eine Remote-Adresse gesendet.

Tätigkeiten

Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

Bedingung

bei der Funktion

Tätigkeit

Der Schädling Wurm sucht Dateien in den Verzeichnissen auf der Festplatte, deren Bezeichnung folgende Wortfragmente enthält:

  • distr
  • download
  • setup
  • share

Dateien mit folgender Erweiterung werden durchsucht:

  • .exe
  • .pif
  • .rar
  • .zip

Ist die Datei größer als die Datei: C:\WINDOWS\System32\___u, dann wird eine Kopie in dem Verzeichnis: C:\___b mit dem ganzen Path der Datei angefertigt. Die Originaldatei wird durch die Datei: C:\WINDOWS\System32\___u überschrieben.

Sonstiges

Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

Der Programm-Code des Wurm Win32/Maslan.A enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

-{ Hah... MyDoom, Bagle, etc... since then you do not have future more! }-