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Erstellt am: 2007-11-06, 17:14:40
Modifiziert am: 2007-11-06, 17:14:40
Plattform: Win32
Typ: Wurm
Größe: 191488
Datum: 2005-12-15
Sprache: Visual C++
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Rbot.19 Wurm heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Rbot-BEO
AVG IRC/BackDoor.SdBot.RRH
BitDefender Backdoor.Rbot.AKR
e-Trust Win32/Rbot.EHH
F-PROT W32/Spybot.NPX
F-Secure Backdoor.Win32.Rbot.akr
Ikarus Backdoor.Win32.Rbot.AKR
Kaspersky Backdoor.Win32.Rbot.akr
McAfee W32/Sdbot.worm.gen.h(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft Win32/Rbot
NOD32 (ESET) Win32/Rbot
Norton Antivirus W32.Spybot.Worm
Panda Bck/Sdbot.FYA
Rising Antivirus Backdoor.Rbot.uuf
Sophos W32/Rbot-BFM
Trend Micro WORM_RBOT.DID
VirusBuster Worm.Rbot.DFO
 

Organisation Bezeichnung
Wildlist W32/Rbot!ITW#1740

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.

Das Ungeziefer Win32/Rbot.19 Wurm im Verzeichnis vom Windows System32 (laut Grundbedeutung: C:\Windows\System32) erzeugt folgende Dateien:

  • msnimsgr.exe
  • SVKP.sys

Der Schädling Win32/Rbot.19 Wurm erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgende Einträge in der systembeschreibenden Datenbasis:

  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "MSN Messenger"="msnimsgr.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunServices] "MSN Messenger"="msnimsgr.exe"
  • [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "MSN Messenger"="msnimsgr.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SVKP] "Type"="1"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\SVKP] "Start"="2"
  • Vollständige Liste...
Die durchgehend lauschenden Speicher residenten Viren, Würmer sollen sich zweckmäßig darum kümmern, nur einmal in den Speicher zu gelangen. Zu diesem Zweck erstellen sie einen sog. Mutex, dessen Existenz sie überprüfen, bevor sie in den Speicher gelangen.

Der Wurm Win32/Rbot.19 erstellt einen Mutex unter dem Namen: nt .

Die Viren, Würmer sind in der Lage, Prozesse stoppen zu versuchen, die Bestandteile von Anti-Viren-Programmen bzw- Firewalls sind. Auch das hat ein doppeltes Ziel: Zum einen wird erschwert, dass der Anwender von der Infektion in Kenntnis Gesetz wird, zum anderen kann auch das Herauskommen des Hintertür-Komponenten erleichtert werden. Sie können auch vom bestimmten Verkehr zum Internet ablenken, den Zugriff auf bestimmte Web-Seiten verhindern.

Der Schädling Win32/Rbot.19 Wurm stoppt folgende Prozesse:

Um sich im lokalen Netzwerk leichter zu verbreiten, sind die Viren und Würmer in der Lage, Dateien bzw. Verzeichnisse im Netz freizugeben und evtl. auf dem infizierten Rechner FTP Server-Dienstleistung zu starten. Selbstverständlich gehen die Schädlinge so vor, um den am anderen Computer sitzenden, neugierigen Anwender durch die Freigabe ebenfalls zu infiziert.

Der Schädling Win32/Rbot.19 Wurm nutzt folgende Dateien als geteilte Datei:

  • IPC$
  • C$
  • ADMIN$
Ein Virus, Wurm, der Computer angreift, kann zur Aktivierung nach dem Booten auch eine Dienstleistung (Service) hervorrufen. Die Registrierung enthält natürlich auch die Parameter des Service. Die Services können unter Windows XP Steuerpult/Aufsichtsmittel/Services angeschaut werden. Die Viren, Würmer können die Services auch stoppen.

Der Schädling Win32/Rbot.19 Wurm erstellt ein Service unter dem Namen: SVKP .

Das erzeugte Service beruft sich auf den Pfad: C:\WINDOWS\System32\SVKP.sys .


Sicherheitslücken

Ein, sich über Internet verbreitender Virus/Wurm kann bei Interaktivität des Benutzers die Sicherheitslücke des Betriebssystems, bzw. einer der Anwendungen des angegriffenen Rechners ausnutzen. Dadurch ist er in der Lage, die Steuerung über den angegriffenen Computer zu übernehmen.

Der Schädling Win32/Rbot.19 Wurm nutzt folgende Sicherheitslücke: MS04-011 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Der in dem LSASS.EXE (Local Security Authority Subsystem Service) Programm vorhandene Pufferüberfülle-Fehler ermöglicht das von weitem gesteuerte Laufen des Codes auf dem betreffenden System, dadurch kann der Angreifer die Steuerung des Rechners aus der Ferne voll übernehmen.

Der Schädling Win32/Rbot.19 Wurm nutzt folgende Sicherheitslücke: MS03-026 , bzw. mit dem Zeichen: MS03-039 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Die Verletzbarkeit betrifft den DCOM Teil der RPCSS Dienstleistung. Das RPC (ferner Verfahrenabruf) ist eines der durch die Windows Systeme benutzten wichtigsten Protokolle. Falls der Angreifer diese Verletzbarkeit ausnutzt, kann er in der Lage sein, listige Code laufen zu lassen, bzw. er kann zum Angriff der Dienstleistungsverweigerung fähig sein.

Angriff über das Internet

Viele Viren, Würmer sind in der Lage, einen Angriff auf andere Computer über das Internet zu starten und deren Einsatz so unmöglich zu machen.

Der Schädling Wurm führt folgende "flood" Angriffe durch:

  • syn flood
  • udp flood

Der Wurm setzt zum DoS Angriff ein ICMP Protokoll ein.

Ein Mittel der Öffnung einer Hintertür auf dem angegriffenen Rechner ist die Schaffung der Möglichkeit zur Fernsteuerung durch den Virus oder Wurm über irgendeinen IRC-Kanal. Über die IRC-Kanäle kann er sich auch an andere IRC-Anwender weiterschicken.

Der Schädling Win32/Rbot.19 Wurm schließt sich der IRC-Server: xi3.n2.pim.irc-sgo.org und dem Kanal: #xisnet# an.

Auf den angegriffenen Computer sind die geteilten Verzeichnisse der erstrangige Zielpunkt für die Viren, bzw. Würmer. Dadurch können sie sich nicht nur über das lokale Netz, sondern auch über peer-to-peer (P2P) Beziehungen verbreiten. Darüber hinaus können sie versuchen, Verbindung auch zu den geteilten Verzeichnissen anderer Computer herzustellen.

Die Passwörter wählt er aus folgenden aus: