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Erstellt am: 2007-11-06, 17:15:46
Modifiziert am: 2007-11-06, 17:15:46
Plattform: Win32
Typ: Wurm
Größe: 164352
Datum: 2005-07-08
Komprimierung: Obsidium
Sprache: Microsoft Visual C++
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Rbot.DVA Wurm heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Rbot-ABR
AVG IRC/BackDoor.SdBot.EYJ
BitDefender Backdoor.Rbot.TN
e-Trust Win32/Rbot.CXS
F-PROT W32/Sdbot.IKU
F-Secure Backdoor.Win32.Rbot.tn
Ikarus Trojan.Win32.Krotten.au
Kaspersky Backdoor.Win32.Rbot.tn
McAfee W32/Sdbot.worm.gen.ae(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft Win32/Rbot!0033
NOD32 (ESET) Win32/Rbot.DVA
Norton Antivirus W32.Spybot.Worm
Panda Bck/IRCBot.IK
Rising Antivirus Backdoor.Rbot.bag
Sophos W32/Rbot-AGT
Trend Micro WORM_RBOT.BTV
VirusBuster Worm.Rbot.BUT
 

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.
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Das Ungeziefer Win32/Rbot.DVA Wurm im Verzeichnis vom Windows System32 (laut Grundbedeutung: C:\Windows\System32) erzeugt die Datei unter dem Namen: scrsave.scr

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Der Schädling Win32/Rbot.DVA Wurm erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgende Einträge in der systembeschreibenden Datenbasis:

  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "MS Screen Saver"="scrsave.scr"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunServices] "MS Screen Saver"="scrsave.scr"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa] "restrictanonymous"="0"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\OLE] "EnableDCOM"="Y"
Die durchgehend lauschenden Speicher residenten Viren, Würmer sollen sich zweckmäßig darum kümmern, nur einmal in den Speicher zu gelangen. Zu diesem Zweck erstellen sie einen sog. Mutex, dessen Existenz sie überprüfen, bevor sie in den Speicher gelangen.

Der Wurm Win32/Rbot.DVA erstellt einen Mutex unter dem Namen: lgPP .


Sicherheitslücken

Ein, sich über Internet verbreitender Virus/Wurm kann bei Interaktivität des Benutzers die Sicherheitslücke des Betriebssystems, bzw. einer der Anwendungen des angegriffenen Rechners ausnutzen. Dadurch ist er in der Lage, die Steuerung über den angegriffenen Computer zu übernehmen.

Der Schädling Win32/Rbot.DVA Wurm nutzt folgende Sicherheitslücke: MS04-011 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Der in dem LSASS.EXE (Local Security Authority Subsystem Service) Programm vorhandene Pufferüberfülle-Fehler ermöglicht das von weitem gesteuerte Laufen des Codes auf dem betreffenden System, dadurch kann der Angreifer die Steuerung des Rechners aus der Ferne voll übernehmen.

Der Schädling Win32/Rbot.DVA Wurm nutzt folgende Sicherheitslücke: MS03-026 , bzw. mit dem Zeichen: MS03-039 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Die Verletzbarkeit betrifft den DCOM Teil der RPCSS Dienstleistung. Das RPC (ferner Verfahrenabruf) ist eines der durch die Windows Systeme benutzten wichtigsten Protokolle. Falls der Angreifer diese Verletzbarkeit ausnutzt, kann er in der Lage sein, listige Code laufen zu lassen, bzw. er kann zum Angriff der Dienstleistungsverweigerung fähig sein.

Angriff über das Internet

Viele Viren, Würmer sind in der Lage, einen Angriff auf andere Computer über das Internet zu starten und deren Einsatz so unmöglich zu machen.

Der Schädling Wurm führt folgende "flood" Angriffe durch:

  • syn flood
  • udp flood
  • ping flood

Der Wurm setzt zum DoS Angriff ein ICMP Protokoll ein.


Backdoor

Viren und Würmer öffnen immer häufiger eine Hintertür, einen so genannten Backdoor, auf dem infizierten Rechner. Dadurch können sie voll und ganz die Kontrolle über den Computer übernehmen. So kann der Angreifer auf dem Computer machen was er will: Er kann Anwendungen laufen lassen, Anwendungen stoppen, Dateien herunterladen, Passwörter und Zugriffscode entfernen od. ändern.

Der Schädling Win32/Rbot.DVA Wurm öffnet Hintertüren an folgenden TCP-Schnittstellen (Port):

  • 4564
  • 4654

Der Schädling Win32/Rbot.DVA Wurm kann auch auf zufällig ausgewählten TCP-Porten Hintertüre öffnen.

Der Schädling: Wurm durchsucht den Computer nach folgenden Wörtern:

Ein Mittel der Öffnung einer Hintertür auf dem angegriffenen Rechner ist die Schaffung der Möglichkeit zur Fernsteuerung durch den Virus oder Wurm über irgendeinen IRC-Kanal. Über die IRC-Kanäle kann er sich auch an andere IRC-Anwender weiterschicken.

Der Schädling Win32/Rbot.DVA Wurm schließt sich folgender IRC-Server an:

  • scrnsaver.windows32.com
  • scrnsaver.security32.com
Auf den angegriffenen Computer sind die geteilten Verzeichnisse der erstrangige Zielpunkt für die Viren, bzw. Würmer. Dadurch können sie sich nicht nur über das lokale Netz, sondern auch über peer-to-peer (P2P) Beziehungen verbreiten. Darüber hinaus können sie versuchen, Verbindung auch zu den geteilten Verzeichnissen anderer Computer herzustellen.

Der Schädling Wurm versucht, sich an folgende Teilungen anzuschließen:

  • ADMIN$
  • ADMIN$\system32
  • C$\Documents and Settings\All Users\My Documents\$
  • C$\Documents and Settings\All Users\My Pictures\$
  • C$\shared
  • Vollständige Liste...

Zum Anschließen nutzt er folgende Benutzernamen:

  • Guest
  • User
  • Administrator