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Erstellt am: 2008-01-30, 16:24:34
Modifiziert am: 2008-01-30, 16:24:34
Plattform: MS-DOS
Typ: Virus
Größe: 602
Datum: 1995-05
Gefährdete Betriebssystem(e): DOS
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms MS-DOS/Satan.602 Virus heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Satan-602
AVG Satan
BitDefender PS-MPC.0602.AW.Gen
e-Trust Satan.602
F-PROT Satan.602
F-Secure Virus.DOS.Lct.602
Ikarus Virus.DOS.Lct.602
Kaspersky Virus.DOS.Lct.602
McAfee Univ/r(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft DOS/Satan.602
NOD32 (ESET) Satan.602
Norton Antivirus Satan.602
Panda Satan.602
Rising Antivirus SATAN.612
Sophos Lct-602
Trend Micro SATAN.612
VirusBuster Satan.602
 

Infizierung

Wichtigstes Ziel der Virenfunktion ist die Infizierung anderer Programmbereiche. Diese Programmbereiche können Programmdateien, Programmcode enthaltende Sektoren (Bootsektor, MBR - master boot record). Die einzelnen Viren führen die Infizierung mittels verschiedener Verfahren in den einzelnen Bereichen durch. Es kann auch vorkommen, daß der Virus-Code für die Infizierung einzelner speziellen Bestände (beispielsweise COMMAND.COM) gesonderten Algorithmus enthält.

Infizierung der COM-Dateien


Tätigkeiten

Jeder Virus, Wurm macht, was er will, bzw. die vom Programmierer programmierten Funktionen. Manche Viren, Würmer verbinden ihre Tätigkeit (Strafrutine) mit einem Ereignis, meistens mit einem Zeitpunkt.

Bedingung

am 25. Dezember

Tätigkeit

  • werden selbst die infizierten Programme nicht laufen
  • wird nicht infiziert

Die Methoden des Infizierens

Ein Teil der Viren und Programmwürmer hat in senem Code einen speziellen Eintrag, in welchen Verzeichnissen auf der Festplatte des angegriffenen Computers sie infizierbare Dateien zu suchen haben, bzw. in welchem Verzeichnis sie die Programdateien mit dem Code des Schädlingsprogramms in der Hoffnung ablegen können, daß sie zur sicheren und kontinuierlichen Steuerug gelangen.

Der Schädling MS-DOS/Satan.602 Der Schädling Virus infiziert die Dateien des aktuellen Verzeichnisses.

Der Schädling infiziert folgende Dateien 1 , sobald er die Steuerung einmal übernimmt.


Memory

Der größere Teil der Viren gelangt auf residenter Art in den Speicher, es gibt jedoch welche, die als direkt infektiöse (auf Parasitenart) nach Ablauf des eigenen Programmcodes dem virustragenden Programm die Steuerung zurückgeben und den Speicher verlassen.

Der Schädling MS-DOS/Satan.602 Virus zeigt kein speicherresidentes Verhalten, und er gibt, nach dem er abgelaufen ist, als auf Parasitenart direkt infektiöser dem virustragenden Programm oder dem Operationsssytem die Steuerung zurück.


Sonstiges

Die Programmierer der Schädlinge können Meldungen und Bilder in den fertigen Code einfügen, welche verschleiert werden. In dem Code der Viren/Würmer und sonstiger Schädlinge sehen wir in vielen Fällen charakteristische Texte, in denen entweder die Signatur des Virenherstellers oder bezeichnende Textteile für die Funktion des Virus (Datei- und Verzeichnisnamen usw.) zu finden sind. Diese Texte sind nicht immer unmittelbar zu erkennen, meistens werden sie erst durch die Entschlüsselung des Schädlings sichtbar und lesbar.

Der Programm-Code des Virus MS-DOS/Satan.602 enthält folgenden, nie erscheinenden Texte:

<T3> <tm> LiquidCode 92
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