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Erstellt am: 2007-11-06, 17:16:32
Modifiziert am: 2007-11-06, 17:16:32
Plattform: Win32
Typ: Wurm
Größe: 18818
Datum: 2006-05-18
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Scano.AD Wurm heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Scano-S-Unk
AVG I-Worm/Scano.AB
BitDefender Win32.Scano.AD@mm
e-Trust Win32/Areses.AB
F-PROT W32/Scano.Q
F-Secure Email-Worm.Win32.Scano.ad
Ikarus Generic.Trojan.Entit
Kaspersky Email-Worm.Win32.Scano.ad
McAfee W32/Areses.f(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft Win32/Scano.F@mm
NOD32 (ESET) Win32/Scano.AD
Norton Antivirus W32.Beagle.EG@mm
Panda W32/Areses.BA.worm
Rising Antivirus Worm.Mail.Scano.u
Sophos Mal/Basine-C
Trend Micro WORM_ARESES.AD
VirusBuster I-Worm.Scano.AJ
 

Organisation Bezeichnung
Wildlist W32/Areses!ITW#14

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.

Das Ungeziefer Win32/Scano.AD Wurm im Windows-Verzeichnis (laut Grundbedeutung: C:\Windows) erzeugt die Datei unter dem Namen: csrss.exe

image

Der Schädling erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgenden Eintrag in der systembeschreibenden Datenbasis: [ HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\ Microsoft\ Windows NT\ CurrentVersion\ Image File Execution Options\ explorer. exe] " Debugger" =" C: \ WINDOWS\ csrss. exe"

Um die Funktion eines anderen, sich eventuell auf dem infizierten Rechner befindlichen, Schädlings zu begrenzen sind die Viren, Würmer in der Lage Registry-Einträge zu löschen, die sich auf einen anderen Virus oder Wurm beziehen. Möglicherweise wird so versucht, die Aktivierung einer Anwendung (z.B. Virenschutz oder Firewall) durch das Booten des Computers von vornherein zu verhindern.

Der Wurm Win32/Scano.AD löscht folgende Einträge aus der Registry:

  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\ControlSet002\Control\Session Manager] "BootExecute"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\ControlSet002\Control\Session Manager] "PendingFileRenameOperations"

E-Mail Nachrichten

Das vorrangige Ziel der sich durch E-Mails verbreitenden Würmer ist einen anderen Computer zu infizieren. Das wird erreicht indem der Schädling E-Mails erstellt und abschickt. Die erstellten E-Mails enthalten generell den Wurm-Code. Es kann aber auch vorkommen, dass der Code vom Anwender des angegriffenen Computers über den in der Nachricht angegebenen Link selbst herunterlädt. Manche Würmer können E-Mails mit den verschiedensten Parametern generieren und abschicken.

Der Schädling Win32/Scano.AD Wurm generiert zur eigenen Verbreitung E-Mails und schickt seinen eigenen Code darin weiter.

Um sich noch mehr verbreiten zu können, sammeln die sich über E-Mails verbreitenden Viren bzw. Würmer E-Mail Adressen in dem angegriffenen Rechner. Diese E-Mail Adressen werden dann verwendet, um den Viren- bzw. Wurm-Code weiterzuschicken. Fallweise werden die gefundenen Adressen auch im Absenderfeld verwendet, um die Herkunft der Nachricht zu verfälschen.

Der Schädling Win32/Scano.AD durchsucht die Dateien mit folgender Erweiterung nach E-Mail Adressen:

  • dhtm
  • dhtml
  • html
  • shtm
Der Aufbau der zusammengestellten E-Mail sieht wie folgt aus:

Das Feld Absender

Der Absender wird vom angegriffenen Rechner aufgegriffen, bzw. wurde von früher angegriffenen Rechnern entnommen.


Das Feld Adressat

Von Wurm werden die E-Mail Nachrichten an die gesammelten Adressen geschickt.

An die Adressen mit folgenden Wörtern wird jedoch keine E-Mail geschickt:


Das Feld Betreff

Möglicher Betreff des Briefes:

  • He, where are you?
  • Hi! I'm waiting you online today!
  • Hi! Please write to me urgently!
  • Hi!!! How's the mood?
  • Hi, drop me a line!!!
  • Vollständige Liste...

Das Feld Anhang

Mögliche Anlagen der von Wurm geschickten E-Mail sind:

In der von Wurm geschickten E-Mail Anlage mit .ZIP Erweiterung sind verborgene Dateien:



Angriff über das Internet

Viele Viren, Würmer sind in der Lage, einen Angriff auf andere Computer über das Internet zu starten und deren Einsatz so unmöglich zu machen.

Das Schädlingsprogramm Wurm versucht, sich mit folgenden Web-Adressen zu verbinden:

  • falop5fas.com
  • boln7be8.com
  • nower5re9

Backdoor

Viren und Würmer öffnen immer häufiger eine Hintertür, einen so genannten Backdoor, auf dem infizierten Rechner. Dadurch können sie voll und ganz die Kontrolle über den Computer übernehmen. So kann der Angreifer auf dem Computer machen was er will: Er kann Anwendungen laufen lassen, Anwendungen stoppen, Dateien herunterladen, Passwörter und Zugriffscode entfernen od. ändern.

Der Schädling Win32/Scano.AD Wurm öffnet einen Backdoor an zufällig ausgewählten TCP-Schnittstellen (Ports).

Folgende Dateien werden im Hintergrund vom Web heruntergeladen:

  • http://207.46.250.119/g/m.php
  • http://84.22.161.192/s/f.php
  • http://85.249.23.35/kk/ms/g.php