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Erstellt am: 2007-11-06, 17:25:02
Modifiziert am: 2007-11-06, 17:25:02
Plattform: Win32
Typ: Trojaner
Größe: 97918
Datum: 2005-07-14
Komprimierung: Yoda, UPX
Gefährdete Betriebssystem(e): Windows 95, Windows 98, Windows Me, Windows NT, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows XP
Ungefährdete Betriebssystem(e): Windows 3.xx, DOS, Linux, Unix, Solaris, MacOS, Mac OS X, OS2
 

Bezeichnungen

Die verschiedenen Antiviren-Programme können die einzelnen Viren, Würmer mit unterschiedlichen Namen bezeichnen. Es kann vorkommen, dass ein Virenschutzsystem die verschiedenen Exemplare eines bestimmten Schadprogramms unter verschiedenen Namen identifiziert. Es ist aber auch möglich, dass verschiedene Viren, Würmer mit dem gleichen Namen bezeichnet werden. In der folgenden Liste sind die Bezeichnungen der meist verbreiteten Virenschutzprogramme zur Information angeführt, die sich natürlich selbst bei den verschiedenen Varianten des jeweiligen Virenschutzprogrammes unterscheiden können.

Die Bezeichnungen des Schadprogramms Win32/Wootbot Trojaner heißen laut einzelner Virenschutzprogramme:

Antivirus Bezeichnung
Avast Win32:Mytob-IT
AVG Worm/Agobot.QC
BitDefender Win32.Worm.Mytob.KN
e-Trust Win32/Mytob.HU
F-PROT W32/Mytob.IQ@mm
F-Secure Net-Worm.Win32.Mytob.bw
Ikarus Backdoor.Win32.Agobot.aee
Kaspersky Net-Worm.Win32.Mytob.bw
McAfee W32/Mytob.gen@MM(Virus)
Antivirus Bezeichnung
Microsoft Win32/Mytob.GS@mm
NOD32 (ESET) Win32/Wootbot
Norton Antivirus W32.Mytob.HL@mm
Panda W32/Gaobot.JBS.worm
Rising Antivirus Worm.Mytob.de
Sophos W32/Forbot-FD
Trend Micro WORM_MYTOB.IJ
VirusBuster I-Worm.Mytob.JF
 

Organisation Bezeichnung
Wildlist W32/Bobax!ITW#14

Installation

Die sich über das Internet oder lokale Netz verbreitenden Würmer bezwecken es vorrangig, einen anderen Rechner zu infizieren. Sie können sich in das Betriebssystem des angegriffenen Computers einbetten, indem sich der Code des Wurms auch nach einem eventuellen Neustart aktiviert. Dafür erstellen die Schädlinge in der Regel eine oder mehrere Datei(en) mit dem Code des Wurms, bzw. fügen einige Einträge in die Regisry ein, die dem startenden Betriebssystem befehlen, auch den frisch eingebetteten Code des Wurms mit zu starten. Darüber hinaus - nicht direkt des Neustarts willen - kopiert sich der Code auch in andere Dateien (Verzeichnisse). Das hat folgendes Doppelziel: Zum einen können die infizierten Bestände nach einer eventuellen VirenVernichtung an versteckten Plätzen bestehen bleiben. Zum anderen ist der Schädling im Stande, sich auch im Intranet, in gemeinsam genutzten Verzeichnissen, in peer-to-peer Netzen zu verbreiten. Weiters kann auch die Einstellung nach der Standardeinstellung von Windows ausgenutzt werden, und zwar kann durch die erstellte AUTORUN.INF Datei bezweckt werden, dass sich auch der Code des Schädlingsprogramms bei der Eröffnung eines Laufwerks aktiviert.
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Das Ungeziefer Win32/Wootbot Trojaner im Verzeichnis vom Windows System32 (laut Grundbedeutung: C:\Windows\System32) erzeugt die Datei unter dem Namen: svchosts.exe

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Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner erstellt, bzw. ändert (falls bereits vorhanden) folgende Einträge in der systembeschreibenden Datenbasis:

  • [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "Win32 Driver"="svchosts.exe"
  • [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce] "Win32 Driver"="svchosts.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] "Win32 Driver"="svchosts.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce] "Win32 Driver"="svchosts.exe"
  • [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunServices] "Win32 Driver"="svchosts.exe"
  • Vollständige Liste...
Um sich im lokalen Netzwerk leichter zu verbreiten, sind die Viren und Würmer in der Lage, Dateien bzw. Verzeichnisse im Netz freizugeben und evtl. auf dem infizierten Rechner FTP Server-Dienstleistung zu starten. Selbstverständlich gehen die Schädlinge so vor, um den am anderen Computer sitzenden, neugierigen Anwender durch die Freigabe ebenfalls zu infiziert.

Der Schädling Trojaner stellt folgende Teilungen ein:

  • admin$
  • c$
  • d$
  • ipc$

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner nutzt die als d$ bezeichnete Datei als geteilte Datei.

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner startet auf dem infizierten Rechner einen FTP Server.


E-Mail Nachrichten

Das vorrangige Ziel der sich durch E-Mails verbreitenden Würmer ist einen anderen Computer zu infizieren. Das wird erreicht indem der Schädling E-Mails erstellt und abschickt. Die erstellten E-Mails enthalten generell den Wurm-Code. Es kann aber auch vorkommen, dass der Code vom Anwender des angegriffenen Computers über den in der Nachricht angegebenen Link selbst herunterlädt. Manche Würmer können E-Mails mit den verschiedensten Parametern generieren und abschicken.

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner generiert zur eigenen Verbreitung E-Mails und schickt seinen eigenen Code darin weiter.

Um sich noch mehr verbreiten zu können, sammeln die sich über E-Mails verbreitenden Viren bzw. Würmer E-Mail Adressen in dem angegriffenen Rechner. Diese E-Mail Adressen werden dann verwendet, um den Viren- bzw. Wurm-Code weiterzuschicken. Fallweise werden die gefundenen Adressen auch im Absenderfeld verwendet, um die Herkunft der Nachricht zu verfälschen.

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner durchsucht das Verzeichnis: Temporary Internet Files nach E-Mail Adressen.

Der Schädling Win32/Wootbot durchsucht die Dateien mit folgender Erweiterung nach E-Mail Adressen:

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner verwendet den Registry-Eintrag: [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\WAB\WAB4] für die Suche nach E-Mail Adressen.

Für das Abschicken von Nachrichten versuchen die Würmer bzw. Viren die für die Weiterleitung notwendigen SMTP-Server zu finden.

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner versucht, folgende Vorsilben vor die aktuelle Domain zu setzen, um die für das Abschicken der Nachrichten genutzten SMTP-Server zu finden:

image image image Der Aufbau der zusammengestellten E-Mail sieht wie folgt aus:

Das Feld Absender

Der in der E-Mail Adresse des Absenders aufgeführte Benutzer ist einer der folgenden:


Das Feld Adressat

Mögliche Adressaten des Briefes sind:

An die Adressen mit folgenden Wörtern wird jedoch keine E-Mail geschickt:


Das Feld Betreff

Der Brief kann verschiedene Subjecte haben. Folgende Möglichkeiten gibt es:

Mögliche Subjecte des Briefes sind:

  • *DETECTED* ONLINE USER VIOLATION
  • *DETECTED* Online User Violation
  • *WARNING* YOUR EMAIL ACCOUNT IS SUSPENDED
  • *WARNING* Your email account is suspended
  • EMAIL ACCOUNT SUSPENSION
  • Vollständige Liste...

In das Feld Subject des Briefes kann ein zufällig generierter Text eingesetzt werden.


Das Feld Anhang

Die von Trojaner geschickte E-Mail Anlage kann verschieden sein. Folgende Möglichkeiten gibt es:

Die Anlage der von Trojaner geschickten E-Mail kann einen der folgenden Namen tragen:

Der Name der von Trojaner geschickten E-Mail Anlage kann aus zufälligen Zeichen zusammengestellt werden.

Der durch den Trojaner verschickte E-Mail hat die Erweiterung: .zip .



Sicherheitslücken

Ein, sich über Internet verbreitender Virus/Wurm kann bei Interaktivität des Benutzers die Sicherheitslücke des Betriebssystems, bzw. einer der Anwendungen des angegriffenen Rechners ausnutzen. Dadurch ist er in der Lage, die Steuerung über den angegriffenen Computer zu übernehmen.

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner nutzt folgende Sicherheitslücke: MS04-011 von Microsoft aus, um sich zu verbreiten.

Der in dem LSASS.EXE (Local Security Authority Subsystem Service) Programm vorhandene Pufferüberfülle-Fehler ermöglicht das von weitem gesteuerte Laufen des Codes auf dem betreffenden System, dadurch kann der Angreifer die Steuerung des Rechners aus der Ferne voll übernehmen.

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner nutzt, um sich zu verbreiten, die Verletzbarkeit MS03-049 von Microsoft aus.

Die Ursache für die Sicherheitslücke ist, dass der Pufferüberlauf des Arbeitsstation die Durchführung von Programmcode ermöglicht.

Angriff über das Internet

Viele Viren, Würmer sind in der Lage, einen Angriff auf andere Computer über das Internet zu starten und deren Einsatz so unmöglich zu machen.

Der Schädling Trojaner führt folgende "flood" Angriffe durch:

  • syn flood
  • udp flood

Der Trojaner setzt zum DoS Angriff ein ICMP Protokoll ein.

Ein Mittel der Öffnung einer Hintertür auf dem angegriffenen Rechner ist die Schaffung der Möglichkeit zur Fernsteuerung durch den Virus oder Wurm über irgendeinen IRC-Kanal. Über die IRC-Kanäle kann er sich auch an andere IRC-Anwender weiterschicken.

Der Schädling Win32/Wootbot Trojaner schließt sich der IRC-Server: time.sanalcehennem.com und dem Kanal: #zebra an.